Als Startup-Gründer haben Sie viel um die Ohren – Produktentwicklung, Finanzierung, Team-Aufbau. Markenschutz steht oft nicht ganz oben auf der Prioritätenliste. Ein Fehler, der teuer werden kann.
Warum Startups früh an Marken denken sollten
Viele erfolgreiche Startups mussten ihren Namen ändern, weil jemand anders schneller war. Die Konsequenzen:
- Komplettes Rebranding notwendig
- Neue Domain, Social Media Handles verloren
- Marketingmaterialien wertlos
- Verwirrung bei Kunden und Investoren
- Kosten von 10.000 € bis 100.000 €
Praxis-Beispiel: Ein Tech-Startup investierte 50.000 € in Marketing, bevor es eine Abmahnung erhielt. Der Namenswechsel kostete weitere 30.000 € – das hätte eine Markenanmeldung für 500 € verhindert.
Wann sollten Startups eine Marke anmelden?
Der richtige Zeitpunkt
- Vor dem Launch: Idealerweise vor dem öffentlichen Auftritt
- Nach der Namensfindung: Sobald der Name feststeht
- Vor Investoren-Gesprächen: Zeigt Professionalität
- Spätestens beim Product-Market-Fit: Wenn klar ist, dass das Startup funktioniert
Startup-Tipp
Machen Sie den kostenlosen Markencheck bereits in der Namensfindungs-Phase. So vermeiden Sie, sich in einen Namen zu verlieben, der nicht verfügbar ist.
Markenrecht-Basics für Gründer
Was kann geschützt werden?
- Firmenname: Der Name Ihres Startups
- Produktname: Namen einzelner Produkte/Features
- Logo: Als Bildmarke oder Wort-/Bildmarke
- Slogan: Ihr Claim oder Tagline
Was sollte zuerst geschützt werden?
Bei begrenztem Budget empfehlen wir diese Priorität:
- Firmenname als Wortmarke – bietet den breitesten Schutz
- Logo als Wort-/Bildmarke – wenn Budget vorhanden
- Produktname – wenn vom Firmennamen abweichend
Budget-Tipps für Startups
Kosten minimieren
- Deutsche Marke zuerst: Mit 290 € Amtsgebühren günstiger als EU-Marke
- Wenige Klassen: Starten Sie mit den wichtigsten 2-3 Nizza-Klassen
- Online-Dienstleister: Günstiger als klassische Anwaltskanzleien
- EU-Marke später: Bei Expansion in andere EU-Länder
Typische Startup-Kosten
- Minimum: ca. 450 € (DE-Marke mit Dienstleister)
- Empfohlen: ca. 600 € (DE-Marke + Recherche)
- Premium: ca. 1.100 € (EU-Marke)
Häufige Fehler von Startups
- Keine Recherche: Name wird verwendet ohne zu prüfen
- Zu späte Anmeldung: Erst nach Jahren wird registriert
- Nur Domain geprüft: Domain frei ≠ Marke frei
- Logo statt Name: Nur das Logo schützen ist zu wenig
- Falsche Klassen: IT-Startup meldet in falschen Klassen an
Checkliste: Markenschutz für Startups
- ☐ Markenrecherche vor Namenswahl
- ☐ Domain-Verfügbarkeit prüfen
- ☐ Social Media Handles sichern
- ☐ Handelsregister prüfen
- ☐ Marke vor Launch anmelden
- ☐ ® Symbol nach Eintragung verwenden
Fazit: Markenschutz als Investment
Eine Markenanmeldung ist für Startups keine Ausgabe, sondern ein Investment. Die Kosten von wenigen hundert Euro können Sie vor Schäden in fünf- bis sechsstelliger Höhe bewahren.
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