Die drei wichtigsten Markenformen
Bei der Markenanmeldung müssen Sie sich für eine Markenform entscheiden. Die drei häufigsten sind die Wortmarke, die Bildmarke und die Wort-Bild-Marke. Jede Form hat ihre Vor- und Nachteile, und die richtige Wahl hängt von Ihrer individuellen Situation ab.
Die Wortmarke schützt ausschließlich den Namensbestandteil – unabhängig von Schriftart, Farbe oder Gestaltung. Sie bietet den breitesten Schutzumfang, da sie jede visuelle Darstellung des Wortes abdeckt. Die Bildmarke schützt dagegen ein grafisches Element ohne Wortbestandteil. Die Wort-Bild-Marke kombiniert beides in einer bestimmten grafischen Gestaltung.
Wortmarke: Der Allrounder
Die Wortmarke ist in den meisten Fällen die empfehlenswerteste Wahl. Ihre Vorteile:
- Breitester Schutzumfang: Schützt den Namen in jeder Darstellungsform – ob in Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, in jeder Schriftart und Farbe.
- Flexibilität: Sie können Ihr Logo ändern, ohne den Markenschutz zu verlieren.
- Einfache Durchsetzung: Verwechslungsgefahr lässt sich leichter nachweisen.
- Unkomplizierte Anmeldung: Keine Grafik nötig, nur der Wortlaut wird eingetragen.
Wann eine Bildmarke oder Wort-Bild-Marke sinnvoll ist
Eine reine Bildmarke empfiehlt sich, wenn Ihr Logo so bekannt ist, dass es auch ohne Schriftzug erkannt wird – denken Sie an den Apple-Apfel oder den Nike-Swoosh. Für die meisten Unternehmen und Startups ist dies jedoch nicht der Fall.
Die Wort-Bild-Marke ist dann sinnvoll, wenn Ihr Logo und Ihr Name stets in einer bestimmten Kombination verwendet werden und diese Kombination besonders einprägsam ist. Bedenken Sie jedoch: Der Schutz gilt nur für die exakte Kombination aus Wort und Bild. Ändern Sie später das Logo, kann der Markenschutz geschwächt werden. Unsere Empfehlung: Melden Sie im Zweifel zunächst eine Wortmarke an und ergänzen Sie bei Bedarf eine separate Wort-Bild-Marke.
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